„Sprich zu mir, damit ich sehe wer Du bist;“ (Sokrates)
Das ist eine Leitfrage der Menschen. Wie immer die Antwort konkret ausfällt – sie kann nicht ohne Bewusstmachung gefunden werden und muss Bewusstsein von sich selbst beziehungsweise von dem eigenem Bewusstsein mit einbeziehen. An der Menge Bewusstsein – im Rahmen meiner Arbeit wird gezeigt, dass Bewusstsein über einen Evi IQ** (Enviromental Intelligence Quotient) messtechnisch erfassbar ist – entscheidet sich, ob man erfolgreich ist und Stress im evolutionären Sinne für eine Akkomodation an die Herausforderung des Stressors benutzt. Der Reiz/Stressor der Umgebung/Umwelt wäre in diesem Sinne ein kommunikativer/ informativer Auslöser der eigenen evolutionären Entwicklung und Steigerung des Evi IQ. Stress würde in diesem Sinne zur Kooperation mit der Umgebung bzw. Umwelt auffordern. Kommt man dieser Aufforderung nicht nach bzw. kann man aufgrund einer Insuffizienz an Bewusstsein der gestellten Aufgabe nicht nachkommen, würde man im Sinne Virchow’s*** krank werden.
Sokrates genügt es die Stimme eines Menschen zu hören, um zu sehen wie die Persönlichkeit dieses Mensch strukturiert ist. Diese spezielle Form/Art zu hören, um zu sehen, wer dieser Mensch ist, bezieht Sokrates nicht alleine auf seine äußere Morphologie (Struktur) und Bewegung, sondern auf das Gesamtindividuum einschließlich der Einwirkung der gesamten Umgebung/Umwelt auf das Individuum. Für Sokrates wird damit der Mensch bezüglich seiner gesamten Emotionalität über seine Stimme erfassbar: Betreffend seiner Physiologie, Psychologie wie Morphologie, seinem sozialen Umfeld, seinem Arbeitsumfeld, etc.. Sokrates will damit ausdrücken, dass das Hören dem Sehen gleich kommt und ein Stück sogar darüber hinausgeht:
Sokrates erkennt über das Hören der Stimme nicht nur den Menschen in einer Gesamtheit, d.h. seine Persönlichkeitsstruktur, die den Menschen/das Individuum so sein lässt, wie er/es ist, sondern auch die Außenstruktur, die bestimmt, wie er/es ist und kann so dem Menschen zu einem notwendigen Bewusstsein, d.h. seinem "Wer bin ich" verhelfen.
In vielen Nachweisen bis in die heutige Zeit konnte durch entsprechendes Training des Hörens diese Aussage Sokrates bestätigt werden. Noch heute wird in der Phonologie entsprechend diesen Vorgaben aus der Antike das Hören bei Therapeuten trainiert, um diese sehr wertvolle therapeutische wie diagnostische Fähigkeit im Sinne des Sprechgestörten, besser in der Kommunikation, Information und Kooperation mit sich und seiner Umwelt gestörten Menschen erfolgreich einzusetzen.
In meiner bis heute 30 jährigen Tätigkeit als Arzt konnte ich eine solche Komplexität von keiner Diagnostik, wie ich sie in meiner Ausbildung zum Facharzt für Innere Medizin und Naturheilkunde kennen gelernt habe, erwarten. Angenähert gelang es mir nur über eine gezielte und ausführliche Anamnese mit anschließender ganzkörperlicher Untersuchung. Vieles blieb mir aber noch verborgen, da sich der Patient bei vielem nicht bewusst war, warum er auf einen Reiz/Stressor so spezifisch reagiert. Deshalb wurde sehr bald das Ziel meiner Arbeit, mich mit der Stimme und darüber mit dem System des menschlichen Organismus zu beschäftigen, um herauszufinden, wieso ist der Mensch über seine Stimme so weit- bzw. tiefgründig beurteilbar ist, so als ob man dieses alles vor sich ausgebreitet sähe. Zum Sehen des Menschen wollte ich aber nicht allein mein Ohr trainieren, sondern mit Hilfe spezieller mathematischer Algorithmen zur Objektivierung dessen, was ich „sehen“ konnte, ein Bild/Diagramm ähnlich dem EKG auf einen PC erstellen, um das „Gesehene“ darzustellen und interpretieren zu können.
Mir war bewusst, dass das Ziel dabei nicht sein konnte, eine morphologisch-strukturelle Diagnostik ähnlich wie mit dem EKG, dem Röntgen, dem Ultraschall ersetzen zu können, sondern eine Darstellung zu gewinnen, die den funktionellen Bereich des Individuums aufzeichnet und damit ergänzend zur morphologisch-strukturellen Diagnose der momentan wissenschaftlichen Medizin eine funktionelle Diagnose stellen lässt. Um diesem Vorhaben von Anfang an eine wissenschaftliche Basis zu geben, wurde diese Entwicklung wie alle Untersuchengen und Studien auf gültigen Aussagen der Naturwissenschaft aufgebaut.
Motivation für dieses Ziel war, lebende Systeme wie der menschliche Organismus in der ärztlichen Tätigkeit vollständig zu erfassen und seine Handlungsweise zu verstehen, um viele Fragen, die bei einer rein morphologisch-strukturellen Diagnostikmethodik unbeantwortet bleiben müssen, beantworten zu können. Dies betrifft insbesondere seine Stressreaktion und Stressantwort von vor allem der physiologischen wie psychologischen Seite.
Dass bei der momentan verwendeten wissenschaftlichen Methodik noch zu viele Fragen für den Patienten offen bleiben, ist nicht in der verwendeten diagnostischen Methode selbst begründet, weil sie noch nicht wissenschaftlichen ausgereift sind bzw. genau genug messen, oder weil der Arzt selber unfähig ist sie zu interpretieren, sondern in der Tatsache, dass Morphologie/Struktur und Funktion zwei unterschiedliche Bereiche des menschlichen Organismus betreffen, und erst in der Gemeinsamkeit ein vollständiges Bild des Individuums ergeben: Das eine betreffend seiner mit dem Auge erfassbaren Morphologie/Struktur/Bewegung, das andere betreffend seiner Kineto-Dynamik und damit seiner Selbstordnungsfähigkeit – medizinisch: Selbstheilungsfägikeit.
Mit anderen Worten, es sollte in der Medizin immer wichtiger werden, rein morphologische Messmethoden durch wissenschaftlich abgesicherte funktionelle Methoden zu ergänzen:
„Was beim einen für eine Diagnose als Ursache zutrifft,
muss nicht auch beim anderen bei der gleichen Diagnose zutreffen ...
Was beim einen therapeutisch bei einer bestimmten Diagnose wirkt,
kann beim anderen bei der gleichen Diagnose obsolet sein“ …
Die Verwirklichung dieses Ziels, wie auch die Ergebnisse meiner Studien, sind für jeden Interessierten auf den einzelnen Seiten meiner Website nachlesbar.